Freitag, 27. August 2010
Lorca
Das Eindrucksvolle an Flamenco ist die Vielfalt dieser Kunstform. Wir kennen Gesang, Tanz und Musik – aber wirklich erstaunlich ist, wie sich die Kunstform und Kultur durchdringen und gegenseitig inspirieren. Ein gutes Beispiel ist das Werk Garcia Lorcas, der ein großer Verehrer uns Flamenco war – und dessen Gedichte selber Teil des Cante Jondo wurden.

Lorca war ein genialer Dichter, der 1936 von den Francisten umgebracht wurden, die ihn hassten. Er war links, prangerte soziale Missstände an, verbeugte sich nicht vor Generälen und Bischöfen – und er war schwul. Im Spanien der damaligen Zeit hieß das Verstecken, und so verbrannten seine Freune und Familie seine Briefe, so dass fast nichts über sein Privatleben erhalten blieb. Biographien über sein leben gibt es viele, auch im Netz findet man interessante Berichte wie z.B. http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/08/12/a0233 und http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65089133.html .Teile seines Werks sind auch online erhältlich z.B. unter http://federicogarcialorca.net/ .

Im Rahmen von http://www.wiesbaden-tanzt.com/ veranstaltet Peña Buleria am 17.9. eine getanzte Lesung. Ich bin gespannt.

... comment