Freitag, 13. August 2010
Männer sollen tanzen wie Männer!
Mich ärgert es immer, wenn in Kursen männliche Dozenten beim Flamenco die typischen Bewegungen der Frauen machen. In Anfängerkursen kann ich das verstehen, denn oft tanzen nur Frauen, die die Flamenco-Ästhetik erlernen: Die subtile Erotik der Hüftbewegungen, die Arbeit mit dem Rock, der ausgeprägte Braceo. Ab der Mittelstufe ist das aber nicht mehr nötig: Man entwickelt seinen eigenen Stil, besucht spezielle Kurse für Körpertechnik, eventuell sogar die Kurse spezieller Dozenten, deren Stil man toll findet – kurz man fängt an zu experimentieren.

Für mich als Mann brauche ich dringend männliche Vorbilder, tanze aber fast nur bei Frauen, die mir in und wieder Tipps geben. Und wenn dann mal männliche Dozenten auftreten, zeigen sie oft nur typische Frauenbewegungen. Aber wieso? Wieso tanzen sie nicht, wie sie in einer Vorführung in ihrer eigenen Art den Palos interpretieren würden?

Das hätte viele Vorteile: Es sieht erstens sicherlich besser aus. Männer können einen typischen männlichen Stil entwickeln und auch Flamenco-Lehrerinnen lernen den typischen männlichen Stil besser kennen.

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Ich habe Recht...
Der heutige Kurs hat es mir gezeigt: "El Portugues" überzeugte mich am meisten, als er nach seinen persönlichen Stil tanzte. Und auch den Frauen tat es gut, als sie die üblichen "männlichen" Drehungen auch mal üben konnten: Also Impuls aus der Hüfte und dann einer Oberkörperdrehung.

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